Ausbildung im Baugewerbe
Das Baugewerbe zählt in Deutschland nach wie vor zu einem der größten Wirtschaftszweige. Ein Ausbildungsplatz im Baugewerbe ist dementsprechend ein guter Grundstein und ein solides Fundament für die Zukunft junger Menschen. Mit rund 700.000 direkt Beschäftigten zählt das Baugewerbe zu einer der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft. Jedoch dient eine abgeschlossene Ausbildung auch hier nicht als Jobgarantie. Dennoch ist eines sicher: Konstruiert und gebaut wird in Deutschland wohl immer!
Geregeltes Berufsleben
Ausbildungsberufe im Baugewerbe sind geregelte Ausbildungsberufe. Die Ausbildung am Bau ist eine Ausbildung im dualen System, bei der der Lehrling in einem Bauhandwerksbetrieb, also einer Baufirma, arbeitet und eine Berufsschule besucht. Die mindestens 24 Monate lange, aber je nach gewähltem Ausbildungsgang auch bis zu 36 Monate lange Lehrzeit endet mit der Gesellenprüfung. Später kann der Bauhandwerker dann auch eine Meisterprüfung ablegen.
Ausbildung
Welche Berufe zählen zum Baugewerbe? Wie lange brauche ich für meinen Abschluss? Fragen über Fragen … hier einmal einige Informationen zu einem kleinen Teil der Ausbildungsberufe im Baugewerbe:
Hoch- und Tiefbau
Ausbildung am Bau zum Tiefbau- oder Hochbaufacharbeiter. Zu den Bauberufen gehören der Tiefbau- und der Hochbaufacharbeiter. Hochbaufacharbeiter konzentrieren sich auf allgemeine Maurerarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten und Schornsteinbauarbeiten. Tiefbaufacharbeiter lernen Straßenbauarbeiten, Gleisbauarbeiten, Kanalbauarbeiten und andere Tiefbauarbeiten. Tiefbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiter schließen neben der Grundausbildung Zusatzlehrgänge ab.
Maurer
Auch der Maurer durchläuft eine Ausbildung am Bau. Die 36 Monate dauernde Ausbildung zum Maurer führt zum Bauberuf. Meistens ist die Ausbildung zum Maurer Folge der oft nur 24 Monate langen Ausbildung zum Tiefbau- oder Hochbaufacharbeiter. Werden dann in einem weiteren, dritten Lehrjahr zusätzliche Lehrgänge abgeschlossen, so erfolgt nach drei Jahren die Maurer-Gesellenprüfung. Das Symbol des Maurerhandwerks, die Maurerkelle, verweist auf die Aufgabe der Maurer, Projektvorgaben von Architekten und Bauherren in die Tat umzusetzen.
Beton- und Schornsteinbauer
Betonbauer und Schornsteinbauer machen ebenso eine Ausbildung am Bau.
Beton- oder Stahlbetonbauer sind darauf spezialisiert, Beton- und Stahlbetonkonstruktionen herzustellen und vor Ort zu errichten. Dieses Berufsbild setzt daher eine Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter und weitere Zusatzkurse voraus. Schornsteinbauer bauen und sanieren Hochbauanlagen, die oft darauf ausgerichtet sind, sehr hohen Temperaturen standzuhalten. Es ist eine weitere mögliche Spezialisierung für Baufacharbeiter.
Selbstverständlich bilden diese Ausbildungsberufe nur einen kleinen Querschnitt dessen, was man im Baugewerbe erlernen kann. Ihr benötigt weitere Informationen? Gerne könnt ihr euch über die unten angegebenen Ressourcen weiterbilden.
Sicherheit des Berufs
Gerade in Zeiten des hohen Arbeitsstresses in Dienstleistungsberufen und des häufigen Burn-Out-Syndroms in sozialen Berufen, darf man den Bauberufen zu Gute halten, dass diese Arbeit mit viel Aufenthalt an der frischen Luft verknüpfen. Das Handwerk bietet besonders heute, in Zeiten wirtschaftlicher Unklarheit bietet eine Ausbildung am Bau eine gelungenen Rahmen für eine gesicherte Zukunft.
Ressourcen:
Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.